Freitag, 25. Dezember 2020

merry christmas

It's Christmas! Naja ob das dieses Jahr so toll ist, für mich eher nicht. Bin immer noch in Quarantäne. Noch bis Montag. Mein Freund ist immer noch positiv. Ich hab ihn jetzt schon seit zwei Wochen nicht gesehen und vermisse ihn wie verrückt. Ich hätte nie gedacht, das ich mal jemanden so sehr vermissen werde. Er ist alles was ich je wollte. 

Abgesehen davon, ist es absolut traurig, das ich Weihnachten allein verbringen muss. Keine Familie, keine Freunde. Die einzige die ich ab und zu sehe ist meine Mitbewohnerin. Und was macht man in solchen Situationen? Natürlich trinken. Nachdem ich dann gestern einen Liter Glühwein alleine vernichtet habe, kam mir das dann doch nicht mehr als so gute Idee vor. Konnte kaum schlafen und hatte Kopfschmerzen direkt aus der Hölle. Ja, direkt aus der Hölle geschickt von Satan. So hat es sich auf jedenfall angefühlt. Naja, meine Nacht war dann heute früh um 6 vorbei. Ich habe dann nochmal Mittagschlaf gemacht und mich danach gefragt ob das jetzt wirklich so produktiv war. Mit Sicherheit kann ich dann nämlich heute Abend nicht einschlafen. Aber was solls. Gestern war ja offiziell mein erster Urlaubstag. Genießen kann ich den ja trotzdem nicht. 

Wow, wie positiv ich heute mal wieder klinge. Gibt es gar nicht. Vielleicht ist es das beste mich mit meinen negativen Gedanken einfach wieder ins Bett zu legen. Und tschüss.

Sonntag, 20. Dezember 2020

drama, drama

Schonmal enttäuscht worden? Na klar, denke schon. Tja, wie ist das so? Erniedrigend? Mehr als das. Enttäuschung ist ein ernüchterndes Gefühl, es folgt Traurigkeit und vielleicht auch Wut. Manchmal hat man keine Erwartungen an irgendjemanden oder irgendwas und wird trotzdem enttäuscht. Einfach weil man doch irgendwie immer auf das Beste hofft. Schlimme Enttäuschungen aber wir alle schon durch. Schlimm sind sie vor allem, wenn es die eigenen Eltern sind, die einen Enttäuschen. Oder natürlich jeder andere, der einem sehr nah steht. 

Ich muss zugeben, ich stehe meinem Vater gar nicht soooo nah wie es sonst so üblich ist. Er ist halt mein Papa. Ich liebe ihn, und ich denke er liebt auch mich. Nur manchmal bin ich so sauer auf ihn das ich ein schlechtes Gewissen kriege. Er ist ja immer noch mein Vater, stimmts? Er hat eine schwierige Persönlichkeit. Manchmal tut er schon Sachen wo ich mir denke "Oh, er kümmert sich wirklich um mich", und manchmal denk ich mir nur so "Danke Papa, mal wieder danke für nichts". Wie kann man so gespaltene Gefühle haben? Oft weine ich, und bin sehr enttäuscht wegen ihm. Könnte man denken ich hab einen Vater-Komplex deswegen? Wer weiß. Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung wie man einen Vater-Komplex überhaupt definiert. 

Ich bin nun übrigens schon den 6. Tag in Quarantäne. Meinem Gehirn tut das nicht gut. Ich wünschte mir, ich müsste das alles nicht mehr ertragen. Mein Freund tut sein bestes um mich zu unterstützen, nur leider wird nie jemand verstehen wie es in meinem Inneren aussieht. Oft denke ich darüber nach, wie sich wohl Menschen fühlen, die Abends einfach mal abschalten können. Die sich ins Bett legen und schlafen. Die nicht nochmal aufstehen müssen weil sie ein Taschentuch brauchen, da sie ihre eigenen Gedanken zum weinen gebracht haben. Wie fühlen sich Menschen, die einfach mal einen schlechten Tag haben und ihr Leben danach weitergeht? Die nicht immer in ein tiefes Loch fallen und darüber nachdenken sich wehzutun. Kann ich nicht einfach mal normal sein? 

Samstag, 19. Dezember 2020

isn't it lovely?

Ich liebe dich. Er liebt mich. Ich liebe ihn. Liebt er mich wirklich? 

Tja, was ist Liebe?

Nur ein Gefühl? Die schönste Sache der Welt? Eher weniger. 

Mit Liebe ist immer Angst und Traurigkeit verbunden. Liebt derjenige mich auch? Wird er mich irgendwann verlassen? Was wenn er mal jemanden trifft der besser ist als ich? Natürlich kann Liebe auch die schönste Sache der Welt sein, wenn man sie lässt. Was viele nicht können. Liebe bereitet auch so viel Schmerz und Scham. "Warum hab ich nicht gemerkt das er es nicht ernst meint?" - Wie oft hab ich mich das schon gefragt. "Liegt es an mir? Natürlich, an wem sonst." Das, meine Freunde, ist ebenfalls Liebe. Selbstzweifel, zerstörtes Vertrauen und kaputtes Selbstbewusstsein.

Und trotzdem suchen wir in irgendeiner Weise alle danach. Was gibt uns Liebe schon, dass wir so süchtig danach sind? Jeder will doch einen Menschen mit dem man Abends einschläft und morgens aufwacht. Deswegen ist Liebe auch mehr als ein Gefühl. Ich kann Schmetterlinge im Bauch haben, und trotzdem nicht verliebt sein. Liebe ist, wenn man seinen Partner einfach nur glücklich sehen will. Jeder kleine Streit tut weh. Man würde alles für eine Person machen, egal was es für Konsequenzen hat. Man will ihn überraschen, mit Geschenken überhäufen, einfach weil es so toll ist ihn glücklich zu sehen. Wenn man nebeneinander liegt, kann man nicht nah genug an seinem Partner sein, am liebsten würde man in ihn reinkriechen. Man will ihn an sich spüren, die eigene Haut an seiner und nie wieder loslassen. Manche haben das mit einer Person bis an ihr Lebensende. Das sind die glücklichen unter uns. Manche merken nach langer oder kurzer Zeit, das die Person doch nicht die richtige ist. Manchmal auch erst nach wirklich SEHR langer Zeit. Und davor hab ich Angst.

Donnerstag, 17. Dezember 2020

dark paradise

Ja, der Post-Titel ist auch genau so gemeint. Außer das Paradise. Weil ein Paradies ist das hier grad echt nicht. Aber es ist dunkel, überall. Draußen nach 16.30, in meinem Kopf, in meinem Körper, meine Gedanken, alles ist dunkel. Manchmal wünschte ich mir das ich mir einfach gar keine Gedanken mehr über nichts machen müsste. Einfach nicht mehr existieren. Oder ich wünschte das ich nie existiert hätte. Keiner würde mich kennen, keiner hätte mich je verletzen können und ich hätte ebenso niemanden verletzen können. Denn obwohl ich immer möchte das die Leute mich mögen und ich sonst niemandem was böses will, der mir nichts getan hat, verletze ich ganz schön häufig die Menschen die ich liebe. Angefangen mit meinem Freund. Er ist der tollste Mensch den ich kenne, und trotzdem stoß ich ihn immer wieder weg. Ich bin einfach so schwierig. Er versucht mir in jeder Lebenslage zu helfen und ich fahr immer direkt hoch, bin genervt und suche Streit, wo eigentlich keiner sein müsste. Aber was kann ich dagegen tun? Keine Ahnung, wenn ich das wüsste, wäre ich wahrscheinlich nicht so eine beschissene Freundin. Ich habe sowieso das Gefühl, das immer wenn wir uns so lange wie jetzt, dank der Quarantäne, nicht sehen, desto häufiger streiten wir uns, weil ich mich einfach nicht im Griff habe. Warum ist mein Gehirn so komisch?

Gestern habe ich zufällig meinen alten Blog hier gefunden, der mich daran erinnert hat wie gerne ich mal fotografiert habe. Das hat mich irgendwie schon ein bisschen traurig gemacht, da ich damals wenigstens ein Hobby hatte was mir Freude bereitet hat. Heute hab ich gar nichts mehr. Keine Zeit zum fotografieren, keine anderen Talente oder Interessen mit denen ich was Anfangen könnte. Außerdem, was bringt es Fotos zu schießen die ich eh keinem zeigen kann? Ein extra Instaprofil dafür zu erstellen wäre mir wahrscheinlich zu peinlich. Einen Blog? Naja ich weiß nicht, am Ende guckt es sich ja doch keiner an. So viel Selbstbewusstsein habe ich. Toll oder? Wenn es mir doch nur mal egal wäre was andere von mir denken und ob es sich jemand anguckt. Ich könnte ja auch einfach mal was für mich zum Spaß machen. Aber gut, so bin ich. Who cares? Interessiert ja doch keinen. Vielleicht fang ich mal an in meiner jetzigen Quarantäne-Zeit ein paar Fotos zu machen. Wird nur langweilig mit den Dingen die ich in meinem Zimmer hab, und mein Gesicht will ich ja jetzt auch niemandem antun. In diesem Sinne, auf Wiedergesehen. 

Mittwoch, 16. Dezember 2020

i dunno

Ich würde jetzt einfach mal sagen.. hello again! Ja ich habe mich nach Jahren mal wieder meinem Blog gewidmet und auch, wenn es sinnlos ist, dass ich hier Posts verfasse, da ich den Blog auf Privat gestellt habe und niemand es sehen kann, mach ich es trotzdem. Einfach weil ich es kann. Ich schreibe gerne, will etwas üben und finde es schön meinen eigenen Blog anzuschauen da ich ihn ziemlich hübsch finde. Also warum nicht? Vielleicht stelle ich ihn ja irgendwann mal wieder auf öffentlich. Wir werden sehen. Also ich, und meine Stimmen im Kopf. 

So, zurück zur Realität. Ich befinde mich nun zum zweiten Mal dieses Jahr in Quarantäne. Ist das nicht toll? Richtig! Nein, ist es nicht. Das bedeutet nämlich das ich über Weihnachten zu Hause sitze, ohne jegliche Kontakte zur Außenwelt, ohne meine Familie oder meinen Freund zu sehen. Auch wenn ich diesen ganzen Kommerz-Mist, den Geschenkeshopping-Wahnsinn und Familienfeiern hasse, ist es mir irgendwie trotzdem wichtig. Ich weiß, das macht irgendwie so gar keinen Sinn. Aber was macht denn überhaupt schon Sinn? Corona macht keinen Sinn, die Welt macht keinen Sinn, ich mache keinen Sinn, meine Gedanken machen keinen Sinn. Alles sinnlos. 

Ja ich weiß, meine Stimmung passt zur Farbe meines Blogs. Deswegen hab ich ihn schwarz gemacht, genau das war meine Intension dahinter. Und in diesem Sinne wars das erstmal zu meinem ersten Blogpost seit Ewigkeiten. Tschüüüüüsiii.